Eines der langfristigen Risiken von Zahnimplantaten ist die Periimplantitis

Definition: Infektionskrankheit, die eine Entzündung des umgebenden Zahnfleisches und Knochens eines bereits integrierten Zahnimplantats verursacht, was zum Verlust von Stützknochen führt.

 

Knochenverlust um die Zahnimplantate herum

 

Knochen ist aus verschiedenen Gründen um das Zahnimplantat herum verloren gegangen. Dieser Zustand tritt im Allgemeinen auf, ohne dass sich der Patient dessen bewusst ist. Es gibt viele Faktoren, warum dies passieren kann. Einige Zahnimplantate bei einigen Patienten entwickeln einen Knochenverlust, der sehr früh nach dem Einsetzen der Krone auf das Implantat auftreten kann, oder aber es kommt erst viele Jahre später dazu.

Zahnimplantate sind fantastisch, aber nichts ist ohne Risiken.

Die meisten Patienten wissen nicht, dass sie Knochenverlust rund um das Zahnimplantat haben. Die Periimplantitis verläuft im Allgemeinen schmerzfrei.

Es gibt mehrere Risikofaktoren. Rauchen verursacht definitiv eine Verengung der Blutgefäße, was zu Knochenschwund führt. Medizinische Probleme wie Diabetes, Osteoporose und schlechtes Immunsystem sind stärker gefährdet, Knochenverlust um Zahnimplantate herum zu entwickeln.

 

Natürlich gibt es chirurgische Faktoren, die Periimplantitis verursachen können:

Weicher Knochen, fehlende Dichtheit beim Einsetzen des Zahnimplantats, vertikal verpflanzter Knochen, zu große Implantatgröße oder auch ein überhitzter Knochen

 

Anzeichen einer Periimplantitis

 

  • Zahnfleischtaschen vertiefen sich
  • Eiter kommt aus den Implantaten und dem Zahnfleisch
  • Blutung am Zahnfleischsaum
  • Zahnfleisch ist rot oder leicht purpur bläulich
  • fortschreitender Verlust von Stützknochen bei Röntgenaufnahmen
  • Metallfaden-Exposition
  • langer Zahn

Es ist nicht immer symptomatisch und typischerweise gibt es keine Schmerzen. Einige unserer Patienten haben über dumpfe Schmerzen oder Sensibilität geklagt, wenn sie den Bereich streichen oder berühren.

Sie können auch einen schlechten Geschmack im Mund entwickeln, wenn sich Eiter entwickelt hat. In besonders schweren Fällen, können die Drüsen in Ihrem Hals anschwellen und Sie können sogar fühlen, dass die Zahnimplantate locker sind.

 

Behandlung von Periimplantitis

 

Die langfristigen Ziele sind, das Fortschreiten des Knochenverlustes zu stoppen und Ihre Zahnimplantate beizubehalten!

Das wichtigste Ziel einer Periimplantitistherapie ist die Beseitigung der Bakterien, die die Entzündung auslösen. Die Behandlungsmethode hängt dabei vom Ausmaß der Entzündung ab.

Eine anfängliche Periimplantitis kann mit Hilfe spezieller Spüllösungen und einer professionellen Reinigung des Zahnimplantates sowie des Zahnfleisches beseitigt werden.

In manchen Fällen ist auch die Anwendung von Antibiotika notwendig.

Ein weiteres Verfahren zur Beseitigung der Bakterien ist die Lasertherapie (PTT = photothermische Therapie), welche die schädlichen Keime und Bakterien, die den Gewebeabbau verursachen, abtöten und damit den weiteren Gewebeabbau stoppen.

Handelt es sich jedoch um eine fortgeschrittene, schwere Periimplantitis, bei der es bereits zum Knochenabbau gekommen ist, so ist ein zusätzlicher chirurgischer Eingriff notwendig, um die entstandene Knochentasche mit Knochenersatzmaterial aufzufüllen und das Zahnimplantat wieder fest mit dem Kieferknochen zu verankern.